Versorgungsmonitor Heilmittel

Auf Basis der Daten des GKV Heilmittelinformations-Systems (HIS) werden an dieser Stelle regelmäßig quartalsbezogen Trends in der Heilmittelversorgung dargestellt. Im Hinblick auf das tatsächliche Versorgungsgeschehen werden dabei vorrangig die Mengenentwicklungen betrachtet. Relevante Bezugsgrößen sind zu diesem Zweck die Anzahl der Verordnungen, die Anzahl der Behandlungseinheiten insgesamt und die Anzahl der Behandlungseinheiten pro 1000 Versicherten.

Grundlage des GKV-HIS sind die von den Leistungserbringern übermittelten und anonymisierten Datensätze gemäß § 302 SGB V vor Prüfung und Zahlbarmachung durch die Krankenkassen.                                                                                                              

https://www.gkv-heilmittel.de/fuer_vertragsaerzte/das_his_projekt/das_his_projekt.jsp

 

Aktuell: 2. Quartal 2019

Im ersten und zweiten Quartal 2019 sind bundesweit die Anzahl der Verordnungen und der Behandlungseinheiten in allen Heilmittelbereichen deutlich gestiegen, erstaunlicherweise ausgehend von einem Tiefstand im 4. Quartal 2018. Auffällig ist der große regionale Unterschied in der Versorgung. Während die Behandlungseinheiten pro 1000 Versicherten in Hamburg in allen Heilmittelbereichen im 2. Quartal leicht gegenüber dem Vorjahr rückläufig waren, gab es in den östlichen Bundesländern einen deutlichen Zuwachs. So stiegen beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern die Behandlungseinheiten pro 1000 Versicherten in Podologie um 30% (Physiotherapie +16,3%, Ergotherapie 17,3%, Logopädie 17,3%). Ob sich hieraus eine Trendwende für die Versorgung nach einem zuletzt deutlichen Rückgang der Behandlungsmengen ableiten lässt, oder ob nicht eher viele Verordnungen vor dem Inkrafttreten der bundeseinheitlichen Höchstpreise zum 1.7.2019 ( https://www.gkv-heilmittel.de/fuer_heilmittelerbringer/heilmittelpreise/heilmittelpreise.jsp) vorgezogen wurden, wird sich zeigen, wenn auch die Zahlen für das 3. Und 4. Quartal veröffentlicht werden.

 

14270cookie-checkMengenentwicklung in der Heilmittelversorgung 2. Quartal 2019