Analyse zur Umfrage von Patienten nach COVID 19 Erkrankung

Analyse zur Umfrage von Patienten nach COVID 19 Erkrankung

Behandlung von Patienten nach COVID-19 Erkrankung oder mit Post-COVID-Syndrom in der ambulanten Heilmittelversorgung

67 Teilnehmende behandelten 366 Patient*innen

Vom 7. Februar bis zum 26.April 2021 nahmen an der Online-Befragung 67 Leistungserbringer aus der ambulanten Heilmittelversorgung teil und übermittelten Daten von 236 Patient*innen, die eine COVID-19 Erkrankung hatten, und 130 Patient*innen mit Post-COVID-Syndrom.

Eine stationäre Anschluss-Heilbehandlung oder Rehabilitationsmaßnahme hatten 22% der Patient*innen nach einer COVID-19 Erkrankungen durchgeführt, bevor sie in die ambulante Heilmittelversorgung kamen. Bei den Patient*innen mit Post-COVID-Syndrom waren es 19%.

60% der COVID-19 Erkrankten und 67% der Patient*innen mit Post-COVID-Syndrom waren zu Beginn der Heilmittelbehandlung noch arbeitsunfähig.

Korrekturbedarf der ärztlichen Verordnungen

Weiterhin hoch war der Korrekturbedarf der ärztlichen Verordnungen. Unklar ist, ob durch die neue Heilmittelrichtlinie der Korrekturbedarf inzwischen geringer wird. Zumindest zeigt sich an dieser Stelle erneut, dass während der gesamten Pandemie durch die notwendige Korrektur von Verordnungen in Papierform unzählige vermeidbare Kontakte entstanden sind.

Diagnosegruppen nach Systematik des Heilmittelkatalogs

Die Zuordnung der Diagnosegruppen erstreckte sich bei den Verordnungen über die gesamte Breite des Heilmittelkataloges. Ein Grund dafür kann in der sehr komplexen Symptomatik der Patient*innen liegen, oder aber auch in der Tatsache, dass ein großer Teil der Symptome „mitbehandelt“ wurde, weil die Patient*innen aufgrund einer anderen Indikation in Behandlung waren.

Komplexe Symptome

Sehr unterschiedlich und vielfältig waren die Symptome der Patient*innen. Eine bedeutende Rolle nimmt dabei das Fatigue ein, eine zu den vorausgegangenen Anstrengungen unverhältnismäßige, durch Schlaf nicht zu beseitigende und damit krankhafte Erschöpfung körperlicher oder geistiger Art.

Besonders häufig waren auch Kurzatmigkeit, Konzentrationsstörungen, Muskelschwäche, Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen, Kopfschmerz, Schlafstörungen und depressive Verstimmungen. Zusätzlich wiesen die Befragten darauf hin, dass viele Patient*innen unter Gangstörungen, Parästhesien und Gedächtnisproblemen litten.

Erhebliche oder voll ausgeprägte Probleme gemäß ICF

In allen Lebensbereichen haben die Patient*inen erhebliche oder voll ausgeprägte Probleme (im Sinne der ICF-Kodierung. Es wird deutlich, dass speziell Patient*innen, die von einem Post-COVID-Syndrom betroffen sind, langfristig stark in ihrer Lebensführung eingeschränkt sind.

Überlastung während der Therapie

Anzeichen einer Überlastung während der Therapie, aufgrund derer die Intensität der Therapie überprüft und angepasst werden musste, zeigten 13% der COVID-19 Erkrankten und 35% der Patient*innen mit Post-COVID-Syndrom. Besonders bei der Therapie von Patient*innen muss demnach mit einer möglichen Überlastung und einer gezielten Anpassung der Intensität gerechnet werden.

Abb.5 Anteil der Patient*innen, die während der Therapie Anzeichen einer Überlastung hatten

Sind die Vorgaben des Heilmittelkatalogs passgenau, um die Behandlung von COVID und Long COVID Patienten zu gewährleisten?

10% der Befragten halten die Vorgaben des Heilmittelkatalogs für passgenau, um die Behandlung von COVID und Long COVID Patienten gewährleisten zu können. Die Mehrheit (49%) sehen bei der Blankoverordnung eine größere Flexibilität. Gerade unter dem zuvor genannten Aspekt der Notwendigkeit einer gezielten Steuerung der Behandlungsintensität erscheint dieses Votum plausibel. Hätte die Blankoverordnung wie geplant den Weg in die Regelversorgung bereits gefunden, wäre dies die prädestinierte Versorgungsform für COVID-Patienten.

Abb.6 Bietet die Systematik des Heilmittelkatalogs passgenaue Vorgaben für die Therapie von COVID/Post-COVID-Patient*innen?

 

Anmerkungen der Befragten

Insgesamt scheinen nur wenige COVID-Patienten den Weg in die ambulante Heilmittelversorgung zu finden. Die Befragten merken an, dass viele Symptome nur „mitbehandelt“ werden und es nur wenige Verordnungen mit einer COVID-Diagnose in der Versorgung geben würde. Teilweise würden  entsprechende Diagnoseschlüssel fehlen, und speziell Verordnungen für Atemtherapie würden zu selten ausgestellt. Gerade bei älteren Patienten würden die Probleme auf das Alter reduziert.

Gleichzeitig wünscht man sich mehr Informationen über die Krankheitsbilder und einen besseren Wissenstransfer bezüglich unterschiedlicher Behandlungsoptionen.

Fazit

Die Befragung bietet einen ersten kleinen Einblick in die Blackbox der Heilmittelversorgung. Aufgrund der Komplexität der COVID-Erkrankungen und speziell des Post-COVID-Syndroms zeigt sich eindringlich der Bedarf an einer zielgerichteten Versorgung. Die Einschränkungen der Patient*innen sind sehr vielschichtig und langwierig und betreffen alle Lebensbereiche. Erschöpfung und Überlastung auch während der Therapie stellen eine große Herausforderung dar.

Die Versorgungsform „Blankoverordnung“, bei der die Therapeut*in selbst die Dauer und die Frequenz der Behandlung anpassen kann, wäre hier prädestiniert für die Versorgung der Patient*innen.

Die ambulante Heilmittelversorgung könnte ein bedeutender Faktor in der Versorgung von Patient*innen nach einer COVID-19 Erkrankung oder mit Post-COVID-Syndrom (Long COVID) sein. Allerdings deuten die Ergebnisse der Befragung darauf hin, dass die Heilmittelerbringenden bisher nicht ausreichend in die Versorgung einbezogen werden.

Wir haben schon zu Beginn der Pandemie darauf hingewiesen, dass Heilmittelerbringende in der Versorgung vergessen werden und können jetzt nur erneut mahnend diesen Hinweis wiederholen.

Auch die Vorschläge für eine bessere Versorgung wiederholen sich: Mehr Digitalisierung, ein besserer Wissenstransfer, bedarfsgerechte Weiterbildung, gezielte Forschung und mehr Versorgungsverantwortung sind unerlässliche Faktoren für eine moderne, patientengerechte Versorgung.

Ihnen gefällt dieser Beitrag?

Die TAL gGmbH finanziert sich hauptsächlich durch Spenden und regelmäßige Förderbeiträge. Diese Zuwendungen helfen uns unabhängig zu bleiben und unsere Tätigkeit kontinuierlich auszubauen.Unterstützen sie unsere Arbeit mit einer

Online-Befragung von Leistungserbringern zur Covid -19 Nachbehandlung

Online-Befragung von Leistungserbringern zur Covid -19 Nachbehandlung

Online-Befragung von Leistungserbringern

Mit steigender Zahl an Erkrankten wird die Versorgung von COVID-19 Patienten auch im ambulanten Heilmittelbereich immer bedeutender. Diese Befragung richtet sich an Leistungserbringer aus den Bereichen Physiotherapie / Massage, Ergotherapie und Logopädie, die aktuell Patienten nach einer COVID-19-Erkrankung oder mit dem Post-COVID-Syndrom (Long COVID) versorgen.

Hilfreich zur Beantwortung der Fragen ist Ihre interne Behandlungsdokumentation. Die letzte Frage (Frage 14) ist als Kommentarfeld gestaltet. Hier können Sie eigene Angaben zu den Behandlungsverläufen, Auffälligkeiten oder besonderen Herausvorderungen für die Versorgung von COVID-19 Patienten machen.

Die Befragung erfolgt anonym. Es werden keine Daten gespeichert,die einen Rückschluss auf Ihre Identität oder die Identität Ihrer Patienten erlauben.

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Ergebnisse der Online-Befragung zur Situation in der ambulanten Heilmittelversorgung-November 2020

Ergebnisse der Online-Befragung zur Situation in der ambulanten Heilmittelversorgung-November 2020

Zusammenfassung der Online – Befragung zur Situation in der ambulanten Heilmittelversorgung

Woche vom 02.11. – 06.11.2020

A

An der Online Befragung zur aktuellen Situation in der ambulanten Heilmittelversorgung nahmen insgesamt 1370 Therapeutinnen und Therapeuten teil. Mit 43% war die Physiotherapie der am häufigsten angebotene Leistungsbereich der Befragten, gefolgt von der Ergotherapie (34%), der Logopädie (29%), der Massage (10%), der Podologie (7%) und der Diätassistenz (1%).

Insgesamt war die am häufigsten genannte Betriebsgröße, die mit 4 bis 10 Mitarbeitenden (43%).

60 % der Befragten waren in der Haupttätigkeit Selbständig in der ambulanten Versorgung.

Höhere Zahl an Erkrankten und Quarantänefälle bei Patienten und Therapeuten als Hauptgründe

War im Frühjahr noch der Hauptausfallgrund in 94% der Praxen die vorsorgliche Terminabsage durch Patienten, ohne dass eine tatsächliche Erkrankung vorlag, so lag im November der Hauptausfallgrund in 69% der Praxen bei der Absage durch Patienten aufgrund einer tatsächlichen Erkrankung. In 60% der Praxen waren Patienten in Quarantäne und in 15 % der Praxen mussten sich Mitarbeiter in Quarantäne begeben.

Mit 16% werden fehlende Verordnungen durch Schließung oder Überlastung von Arztpraxen als Ausfallgrund genannt. Auch Absagen von Pflegeeinrichtungen gehören mit 32% wieder zu den häufigeren Ausfallgründen.

Durchschnittliche Auslastungsquote von ca. 80% in der ambulanten Versorgung

34% der Befragten gaben an, dass die Auslastungsquote noch bei über 90% liegt. Allerdings gab es hier Unterschiede in den einzelnen Leistungsbereichen.

Eine Auslastungsquote von über 90% gaben an:

Physiotherapie – 42%

Ergotherapie –  28%

Podologie – 26%

Logopädie – 25%

  • Absage aufgrund tatsächlicher Erkrankung 69% 69%
  • Patienten in Quarantäne 60% 60%
  • Absagen durch Pflegeeinrichtungen 32% 32%
  • Fehlende Verordnung durch Schließung oder Überlastung von Arztpraxen 16% 16%
  • Mitarbeiter in Quarantäne 15% 15%

Materialbeschaffung durch zu geringe Hygienepauschale eine wirtschaftliche Herausforderung

In Bezug auf die notwendigen Hygienemaßnahmen sehen sich 52% der Befragten gut informiert und haben aktuell ausreichend Material, um Schutzmaßnahmen einhalten zu können. 22% sehen Schwierigkeiten bei der Informationsbeschaffung, welche Schutzmaßnahmen aktuell gelten. Die Mehrheit von 74% sehen in der Materialbeschaffung eine wirtschaftliche Herausforderung, da die Hygienepauschale mit 1,50 Euro je Verordnung zu niedrig kalkuliert ist.

Verständnis und Motivation zur Einhaltung der Hygienemaßnahmen bei Patienten überwiegend hoch

55% der Befragten gaben an, dass das Verständnis und die Motivation zur Einhaltung der Hygienemaßnahmen überwiegend hoch oder mit 19% sogar sehr hoch ist. 6% der Befragten sahen allerdings überwiegend ein geringes Verständnis seitens der PatientInnen.

  • Gut informiert und ausreichend Material vohanden 52% 52%
  • Schwierigkeiten bei der Informationsbeschaffung zu Schutzmaßnahmen 22% 22%
  • Wirtschaftliche Herausforderung Hygienepauschale 74% 74%

Einzelne Patientengruppen unterschiedlich häufig von Therapieausfällen betroffen

 

15% der Befragten gaben an, dass Therapieausfälle gleichmäßig alle Patientengruppen betreffen. 45% sahen HeimbewohnerInnen und 34% generell ältere Patienten betroffen. In den freien Kommentaren wurden zusätzlich häufig Menschen mit Behinderungen genannt. Die Antworten in dieser neu aufgenommenen Kategorie deuten darauf hin, dass einzelne Patientengruppen unterschiedlich von Therapieausfällen betroffen sind.

Weiterhin hohes wirtschaftliches Risiko, aber aktuell wenig Kurzarbeit

 

40% der Befragten sehen nach wie vor ein hohes wirtschaftliches Risiko. 9% schätzen diese sogar als sehr hoch ein. Gleichzeitig waren in der ersten Novemberwoche nur 9% der Befragten von Kurzarbeit betroffen.

Unterschiedliche Nutzung telemedizinischer Anwendungen

Sehr unterschiedlich fiel in den Leistungsbereichen erneut die Nutzung Telemedizinischer Anwendungen aus. Vorreiter waren wieder die LeistungserbringerInnen in der Logopädie. Hier nutzten 42% die Möglichkeit der Telemedizin. In der der Ergotherapie waren es 21% und in der Physiotherapie nur 10%.

Zusammenarbeit mit lokalen Gesundheitsbehörden

Insgesamt hat sich nach Einschätzung der Befragten die Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheitsbehörden leicht verbessert. 20% empfanden die Zusammenarbeit allerdings immer noch als „mangelhaft“.

Hohe psychische Belastung durch die Bedingungen der Pandemie

88% der Befragten sehen sich durch die Bedingungen der Corona-Pandemie einer höheren psychischen Belastung ausgesetzt.

Mit 77% war der zeitliche Druck durch höhere Hygienemaßnahmen der am häufigsten genannte Grund für psychische Belastungen. Aber auch wirtschaftliche Sorgen (66%), die Angst Angehörigen zu infizieren (59%), Angst vor eigener Infektion (52%) und vermehrte Diskussionen über die Einhaltung der Hygienemaßnahmen mit PatientInnen (46%) wurden häufig genannt.

  • Hoher zeitlicher Druck 77% 77%
  • Wirtschaftliche Sorgen 66% 66%
  • Angst Angehörige zu infizieren 59% 59%
  • Angst vor eigener Infektion 52% 52%
  • Diskussionen zur Einhaltung der Hygienemaßnahmen 46% 46%
v

Freie Kommentare der Befragten

Auch in den freien Kommentaren wurden häufig psychische Belastungen thematisiert:

Antwortbeispiele:

„Die psychische Belastung ist unerträglich. Mir ist vor 10 Jahren mal meine gesamte Praxis abgebrannt. Ich musste ein halbes Jahr in Noträumen mit Sonderzulassung arbeiten. Das war eine schlimme Zeit und sehr belastend für mich als „frisch Selbständigen“. Die aktuelle Situation mit all ihren politischen Entscheidungen empfinde ich aber als noch belastender. Es geht mittlerweile an die Substanz ständig diese Sorgen tragen zu müssen. Sorge das wir jeder Zeit wegen eines Corona-falls geschlossen werden könnten. Sorge z.B. Krebskranke Patienten trotz Hygienekonzeptes infizieren zu können usw. Die Liste ist lang.“

„Man steht als Angestellter unter enormen Druck möglichst viele Patienten zu versorgen, um eine Schließung der Praxis zu vermeiden und somit den Verlust seiner Arbeitsstelle zu vermeiden.“

„Pro Behandlung fallen 5 Min zusätzlich an, dazu höhere Heizkosten durch permanentes Lüften, und nun auch noch nach BG Empfehlung eine Maskenpause nach zwei Stunden. Und permanent Fragen von Patienten zum Thema Corona und Impfung, da brummt der Kopf und es ist richtig anstrengend geworden.“

„Es ist insgesamt für therapeutische Betriebe eine sehr belastende Situation, da wir Therapeuten den Patienten einerseits Sicherheit vermitteln sollen, Aufklärungsarbeit leisten (Hygiene, Masken,…), Patienten deutlich ihre Grenzen zeigen müssen, auf keinen Fall mit dem Infektionsgeschehen in Berührung sein dürfen (hatte bereits vor einigen Monaten einen Covid-Fall im persönlichen Umfeld und wurde daraufhin von einigen Patienten bis zu 8 Wochen gemieden). Informationen müssen selbständig beschafft werden, Gesundheitsamt und BG informieren nicht aktiv, bzw. Die Mitarbeiter der Gesundheitsämter sind oft unfassbar schlecht informiert. Ich selbst fühle mich durch das aktuelle Geschehen psychisch am Limit, da die oben genannten Punkte unfassbar viel Kraft rauben. Es gäbe noch viel zu sagen, aber ich denke, die wichtigsten Punkte sind wenigstens kurz dargestellt.“

„Körperlich, mental und wirtschaftlich stehe ich unter sehr hohem Druck. Die fehlende finanzielle Anerkennung und Herabstufung in der Physiotherapie, lässt mich am Limit agieren. Die “noch” hohe Auslastung in der Praxis, lässt sich mit dem Ausscheiden eines Mitarbeiters erklären. Durch hohe Mieten und viel zu geringe Einkünfte, verbunden mit der Corona-Pandemie, sehe ich eine düstere Zukunft für meine Praxis.“

 

 

„Hoher Druck durch Ausfall von Mitarbeitern aufgrund fehlender Kinderbetreuung und Krankheitstage aufgrund von leichten Erkältungs-Symptomen. Sehr hoher Organisationsaufwand durch Patienten Umbestellung.“

„Ein zusätzlicher Punkt bei der psychischen Belastung besteht bei der Kooperation mit Einrichtungen. Es besteht eine große Unsicherheit in Bezug auf Maßnahmen. Es werden neue Maßnahmen beschlossen, aber die Kommunikation zwischen den beteiligten Berufsgruppen funktioniert nur schlecht. Es entstehen Situationen mit erhöhtem Konfliktpotenzial und leider ist es einigen Menschen nicht möglich, dennoch respektvoll miteinander umzugehen.“

Häufig wurde auch das Problem der Schnelltests thematisiert. Mit dem Inkrafttreten der neuen Testverordnung (TestV) sind für Praxen der Heilmittelversorgung  kostenlose Test unter bestimmten Umständen möglich. In den Kommentaren weisen die Befragten allerdings häufig auf Probleme hin.

„Es herrscht völlige Unklarheit, wie das mit den Antigenschnelltests laufen soll. Die eine Hand weiß nicht, was die andere macht. Mitarbeiter sind dadurch sehr verunsichert.“

„Heilmittelerbringer sollten ein eigenes Kontingent mit Schnelltests zur Verfügung gestellt bekommen um mehr Sicherheit zu haben. Ich renne für jeden Mitarbeiter hinterher.“

„Warum werden Therapeuten nicht standardmäßig durchgetestet?! Warum können wir uns immer noch nicht kostenlos testen lassen!? Warum bekommen Heilmittelerbringer kein Testkontingent?!“

„Ich bekomme keine Schnelltest für meine Mitarbeiter. Es gibt keine Arztpraxis, welche Schnelltests durchführt. Grund u.a.: Die Anschaffungskosten liegen je nach Beschaffungszeitpunkt zw. 12-19€. Erstattet werden aber nur maximal 7 € bei den Ärzten. Ich bin wütend! Wieder ein Erlass, der für uns nicht durchführbar ist, während Heime, etc. es selbst durchführen dürfen. Ein Schnelltest würde viele Ausfallzeiten meiner Mitarbeiter kompensieren, wenn er negativ ist.“

„Es besteht ja nun die Möglichkeit, dass auch Therapeuten sich regelmäßig vorsorglich testen lassen können. Unser zuständiges Gesundheitsamt weiß davon allerdings noch nichts…“

Fazit:

In der ersten Novemberwoche, unter den verschärften Bestimmungen zur Kontaktbeschränkung, waren die Auswirkungen auf die ambulante Heilmittelversorgung weniger drastisch als noch im Frühjahr. Allerdings scheinen die Auswirkungen regional und je Leistungsbereich unterschiedlich zu sein.

Insgesamt scheinen TherapeutInnen und PatientInnen besser informiert und vorbereitet zu sein als zu Beginn des ersten Lockdowns im Frühjahr. Trotzdem gibt es Anzeichen dafür, dass verschiedene Patientengruppen unterschiedlich von Terminausfällen betroffen sind.

Auch zunehmende psychische Belastungen für die TherapeutInnen lassen sich beschreiben und sollten weiter beobachtet werden.

Leicht verbessert hat sich gegenüber dem Frühjahr die Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheitsbehörden. Trotzdem bewerten noch immer 20% der Befragten die Zusammenarbeit als mangelhaft. Probleme gab es hier häufig bei der Durchführung von Schnelltests und bei der Kommunikation.

Das Ziel muss weiterhin sein, bestehende Versorgungsstrukturen zu schützen, denn die ambulante Heilmittelversorgung wird auch in der Nachbehandlung von Covid-19-Patienten eine wichtige Funktion übernehmen.

Ihnen gefällt dieser Beitrag?

Die TAL gGmbH finanziert sich hauptsächlich durch Spenden und regelmäßige Förderbeiträge. Diese Zuwendungen helfen uns unabhängig zu bleiben und unsere Tätigkeit kontinuierlich auszubauen.Unterstützen sie unsere Arbeit mit einer

Aktuelle Auswirkung der Corona Pandemie auf die ambulante Heilmittelversorgung – Online Befragung

Aktuelle Auswirkung der Corona Pandemie auf die ambulante Heilmittelversorgung – Online Befragung

Aktuelle Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die ambulante Heilmittelversorgung

Die Corona-Pandemie stellt eine besondere gesamtgesellschaftliche Herausforderung dar. Im Frühjahr hatten wir die Situation in der ambulanten Heilmittelversorgung im Verlauf der ersten Wochen dokumentiert.

Die nun erforderlichen Maßnahmen zur Kontaktbeschränkung und hohe Zahl an Neuinfektionen haben erneut Einfluss auf die Patientenversorgung. Um Details abbilden zu können, haben wir die Umfragen aus dem Frühjahr modifiziert.

Die wirtschaftliche Situation, die Umsetzung der Hygienemaßnahmen, aber auch besondere psychische Belastungen für die Therapeutinnen und Therapeuten sind wichtige Fragestellungen, um die Situation in der Patientenversorgung einschätzen zu können.

Wenn Sie in der ambulanten Versorgung im Bereich Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Podologie oder Diätassistenz tätig sind, würden wir uns über ihre Unterstützung durch die Teilnahme an dieser Online-Befragung freuen.

Für die Teilnahme benötigen Sie etwa 7 Minuten. Am Ende der Befragung haben Sie die Möglichkeit einen längeren persönlichen Kommentar zu verfassen.

Hier geht es zur Umfrage:

Status der Umfrage: Aktiv

Betrachtungszeitraum: 30.11.2020 bis 04.12.2020

Umfrage endet in:

Tag(e)

:

Stunde(n)

:

Minute(n)

:

Sekunde(n)

Ihnen gefällt dieser Beitrag?

Die TAL gGmbH finanziert sich hauptsächlich durch Spenden und regelmäßige Förderbeiträge. Diese Zuwendungen helfen uns unabhängig zu bleiben und unsere Tätigkeit kontinuierlich auszubauen.Unterstützen sie unsere Arbeit mit einer

Wirkung der Hilfsmaßnahmen und aktuelle Situation in der ambulanten Heilmittelversorgung

Wirkung der Hilfsmaßnahmen und aktuelle Situation in der ambulanten Heilmittelversorgung

Zur Sicherstellung der ambulanten Versorgungsstrukturen wurden unterschiedliche Hilfsmaßnahmen aufgelegt.

Wie wirken diese und wie ist die aktuelle Situation in den Praxen der Leistungserbringer der Fachbereiche Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Podologie und Diätassistenz?

Diese Fragen sollen mit Hilfe dieser Befragung beantwortet werden.
Die Teilnahme erfolgt vollständig anonymisiert und die Bearbeitung der Fragen benötigt etwa fünf Minuten.

Im Voraus vielen Dank für Ihre Teilnahme. Die Ergebnisse werden auf der Homepage unter Facts & News der TAL gGmbH veröffentlicht.

Hier geht es zur Umfrage:

Diese Umfrage ist geschlossen und wird bearbeitet.

Ihnen gefällt dieser Beitrag?

Die TAL gGmbH finanziert sich hauptsächlich durch Spenden und regelmäßige Förderbeiträge. Diese Zuwendungen helfen uns unabhängig zu bleiben und unsere Tätigkeit kontinuierlich auszubauen.Unterstützen sie unsere Arbeit mit einer

Umfrage zur Situation der Heilmittelindustrie

Umfrage zur Situation der Heilmittelindustrie

l

Umfrage zur Situation in der Corona – Krise der Unternehmen und Dienstleister im Heilmittelbereich

Sie sind als UnternehmerIn, DienstleisterIn, InhaberIn eines Fortbildungsunternehmens oder Träger einer Schule oder Hochschule  in der Heilmittelversorgung engagiert und möchten an dieser Umfrage teilnehmen?

Dann kontaktieren Sie uns bitte unter folgender Email Adresse, um einen Link zur Umfrage zu erhalten.

info@tal-ggmbh.de

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Zuge der Corona-Krise wurde die Bedeutung der Heilmittelversorgung durch den Bundesgesundheitsminister und die Bundeskanzlerin mehrfach hervorgehoben. Nicht umsonst werden auch die Praxen in der ambulanten Heilmittelversorgung den relevanten Einrichtungen des Gesundheitswesens zugeordnet.

Doch gerade aus Sicht der Patientenversorgung sollten auch die Unternehmen betrachtet werden, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen dafür sorgen, dass die Therapeutinnen und Therapeuten auf hohem Niveau ihre Tätigkeit ausüben können. Sie als Unternehmen erleichtern die Tätigkeit in den Praxen, sichern deren Finanzierung, sorgen für Informationsaustausch, gewährleisten Wissenstransfer und bieten innovative Produkte, die eine moderne Patientenversorgung erst ermöglichen.

Wir bitten Sie daher an unserer aktuellen Befragung teilzunehmen, mit der wir die Situation der Heilmittelindustrie unter dem Einfluss der Corona-Krise abbilden werden. Die Umfrage beinhaltet 16 Fragen, deren Beantwortung zwischen 5 und 7 Minuten Zeit in Anspruch nimmt. Am Ende der Befragung haben Sie die Möglichkeit ausführlich Punkte zu thematisieren, die Ihnen besonders wichtig sind.

Die Ergebnisse werden politischen Entscheidern und der Presse zur Verfügung gestellt. Zusätzlich erfolgt eine Veröffentlichung auf unserer Homepage.

Die Befragung erfolgt anonym. Es werden keine Daten gespeichert, die einen Rückschluss auf Ihre Identität oder ihr Unternehmen ermöglichen.