Wirkung der Hilfsmaßnahmen und aktuelle Situation in der ambulanten Heilmittelversorgung

Wirkung der Hilfsmaßnahmen und aktuelle Situation in der ambulanten Heilmittelversorgung

Zur Sicherstellung der ambulanten Versorgungsstrukturen wurden unterschiedliche Hilfsmaßnahmen aufgelegt.

Wie wirken diese und wie ist die aktuelle Situation in den Praxen der Leistungserbringer der Fachbereiche Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Podologie und Diätassistenz?

Diese Fragen sollen mit Hilfe dieser Befragung beantwortet werden.
Die Teilnahme erfolgt vollständig anonymisiert und die Bearbeitung der Fragen benötigt etwa fünf Minuten.

Im Voraus vielen Dank für Ihre Teilnahme. Die Ergebnisse werden auf der Homepage unter Facts & News der TAL gGmbH veröffentlicht.

Hier geht es zur Umfrage:

Diese Umfrage ist geschlossen und wird bearbeitet.

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Umfrage zur Situation der Heilmittelindustrie

Umfrage zur Situation der Heilmittelindustrie

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Umfrage zur Situation in der Corona – Krise der Unternehmen und Dienstleister im Heilmittelbereich

Sie sind als UnternehmerIn, DienstleisterIn, InhaberIn eines Fortbildungsunternehmens oder Träger einer Schule oder Hochschule  in der Heilmittelversorgung engagiert und möchten an dieser Umfrage teilnehmen?

Dann kontaktieren Sie uns bitte unter folgender Email Adresse, um einen Link zur Umfrage zu erhalten.

info@tal-ggmbh.de

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Zuge der Corona-Krise wurde die Bedeutung der Heilmittelversorgung durch den Bundesgesundheitsminister und die Bundeskanzlerin mehrfach hervorgehoben. Nicht umsonst werden auch die Praxen in der ambulanten Heilmittelversorgung den relevanten Einrichtungen des Gesundheitswesens zugeordnet.

Doch gerade aus Sicht der Patientenversorgung sollten auch die Unternehmen betrachtet werden, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen dafür sorgen, dass die Therapeutinnen und Therapeuten auf hohem Niveau ihre Tätigkeit ausüben können. Sie als Unternehmen erleichtern die Tätigkeit in den Praxen, sichern deren Finanzierung, sorgen für Informationsaustausch, gewährleisten Wissenstransfer und bieten innovative Produkte, die eine moderne Patientenversorgung erst ermöglichen.

Wir bitten Sie daher an unserer aktuellen Befragung teilzunehmen, mit der wir die Situation der Heilmittelindustrie unter dem Einfluss der Corona-Krise abbilden werden. Die Umfrage beinhaltet 16 Fragen, deren Beantwortung zwischen 5 und 7 Minuten Zeit in Anspruch nimmt. Am Ende der Befragung haben Sie die Möglichkeit ausführlich Punkte zu thematisieren, die Ihnen besonders wichtig sind.

Die Ergebnisse werden politischen Entscheidern und der Presse zur Verfügung gestellt. Zusätzlich erfolgt eine Veröffentlichung auf unserer Homepage.

Die Befragung erfolgt anonym. Es werden keine Daten gespeichert, die einen Rückschluss auf Ihre Identität oder ihr Unternehmen ermöglichen.

Umfrage: Follow-up der Brandbriefe “Therapeuten am Limit”

Umfrage: Follow-up der Brandbriefe “Therapeuten am Limit”

Vor einem Jahr wurde die wissenschaftliche Auswertung der Brandbriefe, die im Rahmen des Aktionsbündnisses “Therapeuten am Limit” die Probleme im Bereich der Heilmittelversorgung beschrieben, durch Frau Prof. Dr. Heidi Höppner und Eva-Maria Beck präsentiert. Die Briefe selbst sind knapp zwei Jahre alt und boten auch aus Patientensicht Grund zur Besorgnis.

Unterversorgung durch Fachkräftemangel, fehlende Hausbesuchskapazitäten, komplexe Versorgungssituationen, Fehlsteuerung, problematische Therapiezeittaktung und Vereinzelung in ambulanten Praxen waren Themen, die in den Brandbriefen sehr häufig beschrieben wurden (Höppner, Beck, 2019, https://physiotherapeuten.de/artikel/veraergerte-therapeuten/ )

Im Terminservice- und Versorgungs- Gesetz (TSVG) wurden Änderungen aufgenommen, die z. B. für eine Angleichung der Honorare bundesweit und eine Stärkung der Verhandlungsposition der Therapieverbände gesorgt haben. Einige Bundesländer haben den Weg in eine schulgeldfreie Ausbildung in den Berufen frei gemacht um einem zunehmenden Nachwuchsmangel zu begegnen.

Doch wie wirken sich diese Änderungen in der Versorgungsrealität aus?

Ziel dieser Befragung ist es in Anlehnung an die sieben von Höppner und Beck ermittelten Dimensionen (ebenda), den Wirkungsgrad der bisher eingeleiteten Maßnahmen zu ermitteln.

Diese Umfrage ist ein Projekt der TAL gGmbH und wird von dieser ausgewertet und im Sinne der Gemeinnützigkeit veröffentlicht.

Ihr TAL gGmbH Team

Hier geht es zur Umfrage:

Die ärztliche Sicht auf Heilmittelregresse – Ergebnisse einer Online Befragung

Die ärztliche Sicht auf Heilmittelregresse – Ergebnisse einer Online Befragung

Schriftenreihe: Lösungen für eine verbesserte Patientenversorgung

“94% der befragten Ärztinnen und Ärzte fordern eine Abschaffung der Wirtschaftlichkeitsprüfung”

29. JANUAR 2020


TAL gGmbH
Hartmannsweilerstraße 71, 65933 Frankfurt am Main


info@tal-ggmbh.de

https://tal-ggmbh.de/

 

Die Hypothesen, die vor der Befragung aufgestellt wurden, werden insgesamt durch die Ergebnisse bestätigt.

 

  1. Ärzte und Ärztinnen in der ambulanten Versorgung sind allein durch Berichterstattungen für das Thema Heilmittelregresse sensibilisiert und passen ihr Verordnungsverhalten an, unabhängig ob sie selbst schon von einem Regressverfahren betroffen waren oder nicht. Obwohl nur 16% der Befragten bisher Regresszahlungen leisten mussten, sehen sich 93% der Befragten in ihrem Verordnungsverhalten beeinflusst.

2. Ärzte und Ärztinnen entwickeln unterschiedliche Strategien, um ein Mindestmaß an Regresssicherheit zu erlangen. 40% der Befragten verordnen nach Möglichkeit ein günstigeres Heilmittel, 25% stellen zur Minimierung des Regressrisikos keine Heilmittelverordnungen aus und 38% versuchen die Verordnung auf andere Fachbereiche zu verlagern.

HINTERGRUND

Die Versorgung mit Heilmitteln innerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung umfasst die Leistungsbereiche Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie, Podologie und Diätassistenz. Dabei gelten diese Leistungsbereiche als veranlasste Leistungen durch die Ärzteschaft, da ohne Verordnung der Zugang zur Leistung innerhalb der Gesetzlichen Krankenversicherung für die Patienten verwehrte bleibt. Unter dem Gesichtspunkt des Wirtschaftlichkeitsgebotes wurden verschiedene Instrumente etabliert, die eine Mengensteuerung im eigentlichen Sinn einer Rationierung ermöglichen sollen. Für die verordnende Ärzteschaft sind die unterschiedlichen Maßnahmen ein Ärgernis und auch nicht immer leicht zu durchschauen. Allein die Begrifflichkeiten wie Richtgrößenprüfung, Durchschnittswerteprüfung, Einzelfallprüfung und Zufälligkeitsprüfungen vermitteln das Gefühl einer wirtschaftlichen Gefahr in Form eines Regresses.

Als grundsätzlicher Handlungsleitfaden gilt die Heilmittelrichtlinie des Gemeinsamens Bundesauschusses (G-BA). Hier werden Indikationen und Leitsymptomatiken spezifiziert und mit Behandlungsmengen und Frequenzen dokumentiert, die per Definition schon eine wirtschaftliche Verordnungsweise unterstellen, wie das Bundessozialgericht in einer Urteilsbegründung 2007 angemerkt hat (Az: B 6 KA 7/06 R). Dennoch lässt sich daraus nicht ableiten, dass eine Verordnung nach Vorgaben der Heilmittelrichtline automatisch einen Schutz vor Regressen bedingt, denn die Richtline definiert nur verbindlich, wie die Versorgung gestaltet werden muss, darüber ob sie überhaupt notwendig ist muss der Arzt entscheiden und ist dafür auch wieder einem Regressrisiko ausgesetzt (Nietz, 2007). […]

Anhand der Daten des GKV- Heilmittelinformationssystems wird deutlich, dass im Zuge des demografischen Wandels der Bedarf an Heilmittelleistung weiterhin zunehmen wird.

Ob es überhaupt ökonomisch sinnvoll ist, einen offensichtlich kleineren Leistungsbereich so streng und aufwändig zu regulieren und mit Mengensteuerungselementen zu versehen, mit dieser Frage hat sich bereits 2009 eine Expertise im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen befasst. Wörtlich ziehen die Autoren das Fazit:

„Zusammenfassend erzeugen die vorliegenden Daten unter den getroffenen Annahmen – besonders bezüglich des Präventionseffekts – sowohl durch die Kosten-Nutzen-Analyse bei allen Fachbereichen zusammen, als auch durch isolierte Betrachtung der Fachbereiche mit Regresszahlungen, das Ergebnis, dass die bestehende Heilmittel-Richtgrößenprüfung in Hessen unter ökonomischen Aspekten nicht vorteilhaft ist. Diese Erkenntnis spricht dafür, die Richtgrößenprüfung für alle Fachbereiche ersatzlos abzuschaffen.“ (Neubauer, Wick, 2009)

Im Jahr 2009 betrug die Gesamtsumme an Regresszahlungen allein in Hessen 2.2 Millionen Euro. Ein Fall erreichte sogar eine existenzbedrohende Höhe von 400.000 Euro. Auch wenn die absolute Zahl an Ärzten, die von Regressforderungen direkt betroffen sind, prozentual nicht sehr hoch ist, so ist die Verunsicherung innerhalb der Ärzteschaft dennoch nicht zu unterschätzen (Jäger, 2012).

Beispiel aus der Auswertung:

Wirtschaflicher Druck führt bei den verordnenden Ärztinnen und Ärzten zu unterschiedlichen Regressvermeidungsstrategien.

Stimmen der Befragten:

Diese Antworten lassen sich grob in die Kategorien persönliche Belastung, Systemfehler und Auswirkungen auf die Patientenversorgung einteilen. Teilweise berühren die Aussagen auch mehrere Kategorien. Im Folgenden sind beispielhaft einige Aussagen aufgeführt:

  • „Die Regressandrohung ist unethisch, menschenverachtend und unerträglich. Die tägliche Arbeit wird extrem erschwert und auf Dauer wird man demotiviert. Man entwickelt ein Vermeidungsverhalten, was sich durch alle Bereiche zieht. In diesem System habe ich Angst, selbst einmal Patient zu sein.“
  • „Die Regeln der Heilmittelverordnung sind so komplex, dass ich sie nach 6 Jahren Niederlassung, mehreren Fortbildungen und Beratungen bei der KV immer noch nicht ganz verstanden habe. Ich versuche die Ausstellung zu vermeiden, wo es geht. Bestimmte Maßnahmen, wie z.B. Manuelle Therapie verordne ich grundsätzlich nicht (auch wenn es med. indiziert sein könnte).“
  • „Ich kann die Patienten nicht so versorgen, wie ich es glaube, aus medizinischen Gründen tun zu müssen. Die Möglichkeit einen Regress zu erhalten, nimmt Einfluss auf jede meiner Verordnungen. Es ist unerträglich. Wir verordnen nichts zu eigenem Nutzen, ausschließlich zur Patiententherapie, trotzdem haften wir mit unserem Privatvermögen. Das ist so, als wenn man einen Feuerwehrmann mit Regress bedroht, wenn er nach Ansicht der Stadtwerke zu viel Wasser verbraucht. Die Krankenkassen geben mehr Gelder für Werbung aus, als für alle Heilmittel insgesamt. Wer überwacht die Kassen?“

Kostenloser Download:

Sie interessieren sich für die gesamte Auswertung und daraus abgeleitete Empfehlung?

Hier geht es zum kostenlosen Download:

Ärztliche Sicht auf Heilmittelregresse TAL gGmbH

 

Umfrage zur ärztlichen Sicht auf Heilmittelregresse

Umfrage zur ärztlichen Sicht auf Heilmittelregresse

Richtgrößen und Regresse - Heilmittelversorgung aus ärztlicher Sicht

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
aus dem Aktionsbündnis “Therapeuten am Limit” ist die TAL gGmbH entstanden. Mit dem Fokus der Patientenversorgung möchten wir Versorgungsdefizite und -barrieren transparent machen.
Schon 2009 befasste sich eine Expertise des Instituts für Gesundheitsökonomik (IfG) im Auftrag der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen mit der Bewertung von Richtgrößenprüfungen (Neubauer, Wick, 2009, Ökonomische Bewertung der Richtgrößenprüfung bei Heilmitteln in Hessen und Alternativlösungen).

Wörtlich ziehen die Autoren das Fazit:

„Zusammenfassend erzeugen die vorliegenden Daten unter den getroffenen Annahmen – besonders bezüglich des Präventionseffekts – sowohl durch die Kosten-Nutzen-Analyse bei allen Fachbereichen zusammen, als auch durch isolierte Betrachtung der Fachbereiche mit Regresszahlungen, das Ergebnis, dass die bestehende Heilmittel-Richtgrößenprüfung in Hessen unter ökonomischen Aspekten nicht vorteilhaft ist. Diese Erkenntnis spricht dafür, die Richtgrößenprüfung für alle Fachbereiche ersatzlos abzuschaffen.“

10 Jahre nach diesen Empfehlungen richtet sich diese Umfrage an alle Ärztinnen und Ärzte, die Heilmittel selbst verordnen.
Am Ende der Befragung haben Sie die Möglichkeit in Form eines Freitextes Ihre persönlichen Anmerkungen zu hinterlegen.
Die Ergebnisse dieser Umfrage sind vollständig anonym und werden im Kontext mit einer qualitativen Erhebung aus Patientensicht in die politische Diskussion eingebracht.
Wir bedanken uns schon jetzt für Ihre Teilnahme.
Um eine ausschließliche Teilnahme nur von Ärzten/Ärztinnen sicherstellen zu können, schreiben Sie uns als VertreterIn einer Interessengemeinschaft oder als Ärztin/Arzt gerne unter folgender Email an. Sie erhalten von uns dann ein Link zur Weiterleitung.