Lasst uns endlich die Versorgung verbessern – Ein Appell

Lasst uns endlich die Versorgung verbessern – Ein Appell

Lasst uns endlich die Versorgung verbessern – ein Appell

Wir leben schon jetzt in einer Realität, in der Gesundheitsthemen einen wichtigen Wachstumsfaktor für unsere Volkswirtschaft darstellen. So fallen beispielsweise immer häufiger erfahrene Arbeitskräfte aus, weil sie die Pflege von Angehörigen organisieren oder sicherstellen müssen. Therapieberufe können Pflegezeiten vermeiden oder verkürzen, sie sichern Teilhabe, fördern die Gesundheit und können die Arbeitsfähigkeit wieder herstellen.

Gleichzeitig erleben wir sicher bald auch eine Realität, in der unser Smartphone uns tagesaktuell sagen kann, zu wie viel Prozent wir krank sind und uns Vorschläge unterbreitet, was wir tun können, um die Gesundheit zu verbessern und Krankheit effektiver zu vermeiden. Die Anforderungen an die Gesundheitsdienstleister werden sich absehbar verändern.

Wir brauchen Behandler-Teams, die aus Experten unterschiedlicher Disziplinen bestehen und Patienten, die in die Lage versetzt werden, als Manager ihrer eigenen Gesundheit zu agieren. Was wir nicht brauchen, sind altbackene Kompetenzgefechte und hierarchisches Denken aus Kaisers Zeiten oder eine Leistungserbringung in guter alter Bädertradition. All dies wissen wir und trotzdem tritt die Heilmittelversorgung derart heftig auf der Stelle, dass derzeit keine Schritte vorwärts in Richtung einer zukunftsorientierten Patientenversorgung zu erkennen sind.

Weder eine Modernisierung der Berufsgesetze, eine Entstaubung des Fortbildungswesens, eine nachhaltige Stärkung der akademischen Strukturen oder der notwendigen Forschung noch eine stärkere Einbindung in die Versorgungsverantwortung sind bisher in greifbare Nähe gerückt.

Die Vertreter der Kostenträger und der Therapieberufe ringen seit eineinhalb Jahren in zähen Verhandlungen um Vertragsdetails und Vergütungen. Selbst das Mittel des Schiedsverfahrens schafft keine klaren Ergebnisse. Dabei scheinen die Fronten derart verhärtet zu sein, dass man sich die Frage stellen muss, wie es überhaupt möglich sein soll, dass die gleichen Personen jetzt aus der Sicht der Patientenversorgung sinnvolle Verträge für die neue Versorgungsform der Blankoverordnung vereinbaren. Denn auch hier beherrschen nicht etwa konkrete Indikationen oder zu evaluierende Qualitätskriterien die Diskussionen, sondern Maßnahmen zur Reduzierung von eventuell möglichen Mengenausweitungen und Budgetverantwortungen. Gerade aufseiten der Kostenträger scheint der Patient als unersättlicher Nachfrager nach Wellnessbehandlungen und passiven Maßnahmen gesehen zu werden und der Therapeut als der unreflektierte Leistungsanbieter, der diese kruden Bedürfnisse bereitwillig erfüllt. Doch wie soll unter dieser Prämisse auch nur ansatzweise eine moderne Patientenversorgung gelingen?

Vielleicht würde es helfen, die anstehenden Verhandlungen zur Blankoverordnung unter neutraler Mediation und Moderation stattfinden zu lassen. Die Selbstverwaltung sollte ein großes Interesse an einem baldigen Ende des Verhandlungsmarathons haben, denn ein erneutes Eingreifen der Politik speziell im Wahljahr, wäre nicht überraschend, zumal der Unmut und der Widerstand aufseiten der Therapeutinnen und Therapeuten sich gerade neu formiert.

Wie auch immer, ob durch ein politisches Eingreifen, erfolgreiche Verhandlungen oder durch einen klaren, unmissverständlichen Schiedsspruch: Auf  der Dauerbaustelle „Heilmittel“ muss es endlich vorwärts gehen.

TAL gGmbH 09.03.2021

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Blankoverordnung – Ein Interview mit MdB Dr. Roy Kühne

Blankoverordnung – Ein Interview mit MdB Dr. Roy Kühne

(c) Deutscher Bundestag - Thomas Trutschel

(c) Deutscher Bundestag – Thomas Trutschel

Kurzvita: Dr. Roy Kühne, MdB CDU

Dr. Roy Kühne MdB, Jahrgang 1967, hat Lehramt für Gymnasien in den Fächern Biologie und Sport an der Martin-Luther-Universität in Halle/Saale studiert. Im Anschluss promovierte er dort zum Dr. phil. mit der Arbeit „Heben und Tragen unter kinästhetischem Aspekt“. Kühne ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und lebt mit seiner Familie im niedersächsischen Northeim. Seit 2013 gehört er dem Deutschen Bundestag und dort dem Ausschuss für Gesundheit an. Er ist Berichterstatter der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für Heilmittel, Hilfsmittel und Pflege.

Hintergrund:

Holprig gestaltete sich die Umsetzung von Modellvorhaben zur sogenannten Blankoverordnung in der Umsetzung des Heil- und Hilfsmittel Versorgungsgesetzes (HHVG), woraufhin nun der Gesetzgeber mit § 125a SGB V das Versorgungsmodell kurzerhand zur Regelversorgung deklarierte.
Die erforderlichen Verträge sollen bis zum 15. März 2021 zwischen der GKV und den maßgeblichen Berufsverbänden geschlossen werden. Wir sprachen dazu mit MdB Dr. Roy Kühne (CDU). 

TAL gGmbH 18.02.2021

Gemäß §125a Abs.1 SGB V sollen bis zum 15. März Verträge zur Blanko-Verordnung geschlossen werden. Wie ist der aktuelle Umsetzungsstand nach Ihrer Kenntnis?

Meinem Kenntnisstand nach verhandeln die maßgeblichen Verbände auf Bundesebene derzeit mit den Krankenkassen dazu.

Allein die im Gesetz aufgeführten Punkte, die vertraglich zu regeln sind, sind recht komplex. Halten Sie einen fristgerechten Vertragsabschluss für machbar?

Die Frist 15.03.2021 haben wir verbindlich vorgegeben, ich bin nicht bereit diese jetzt aufzugeben. Dass die Verhandlungen so spät begonnen haben ist schade, sicherlich aber auch der pandemischen Lage von nationaler Tragweite und den sehr schwierigen und langwierigen Verhandlungen inkl. der laufenden Schiedsverfahren geschuldet.

Der Gesetzgeber fordert schon zu Beginn „Maßnahmen zur Vermeidung einer unverhältnismäßigen Mengenausweitung in der Anzahl der Behandlungseinheiten je Versicherten, die medizinisch nicht begründet sind“. Der Gesetzgeber geht also davon aus, dass es fast zwangsläufig zu einer Mengenausweitung kommt, woher stammt diese Annahme und ist sie aus Ihrer Sicht begründet?

 

Wir haben in einem Modellprojekt nach § 63 Abs. 3b SGB V  diesen Trend feststellen müssen: Im Beobachtungszeitraum von drei Monaten ab Behandlungsbeginn zeigten sich höhere Kosten, ebenfalls konnte eine Mengenausweitung festgestellt werden. Die Gefahr einer automatischen Mengenausweitung sehe ich nicht. Ich bin mir sicher, dass die Therapeuten sehr verantwortungsvoll mit dieser Möglichkeit der Behandlung umgehen. Die Blankoverordnung soll dem Patienten helfen besser versorgt zu werden, daher müssen sich die Entscheidungen nach dem Versicherten und dem Patientenwohl richten.

Aktuell wird eine mögliche Budgetverantwortung auf Seiten der Therapeut_Innen diskutiert. Technisch bleibt die neue Versorgungsform eine veranlasste Leistung. Ist eine Budgetverantwortung dann übertragbar?

Diese Diskussion muss geführt werden. Die Ärzteschaft hat nach der Indikationsstellung einer Blankoverordnung quasi keinen Einfluss auf die Auswahl und die Dauer der Therapie bzw. auf die Frequenz der Behandlungseinheiten. Ich bin der Auffassung, dass die Therapeuten die Budgetverantwortung auch wirklich meistern können. Gleichzeitig müssen wir die Ärzteschaft von dieser Last entbinden. Ein Vertrag zu Lasten Dritter ist generell unzulässig, dies müssen wir auch bei der Blankoverordnung umsetzen.

Die Verträge sollen auch Möglichkeiten zur Bestimmung der Dauer der einzelnen Behandlungseinheiten durch den Leistungserbringer sowie Regelungen zu der daraus resultierenden Preisstruktur enthalten. Unterliegen dann die Leistungen, die im Rahmen der neuen Versorgungsform erbracht werden, einer eigenen Preisgestaltung?

Grundsätzlich ist dies möglich, dass sollen aber die Verhandlungen zwischen den Verbänden und dem GKV-Spitzenverband zeigen. Es geht insbesondere um den „Preis pro Minute“: Wenn der Therapeut der Auffassung ist, dass eine längere Behandlungszeit angebracht ist, dann muss diese Mehrarbeit natürlich auch besser vergütet werden. Sonst fallen wir unter die neu geschaffenen Standards durch die bundeseinheitlichen Preise zurück, das wäre fatal!

Welche konkreten Verbesserungen erwarten Sie für die Patientenversorgung durch die neue Versorgungsform?

Ich erhoffe mir gerade aus Patientensicht deutliche Erleichterungen: der Therapeut kann individueller entscheiden und passgenauer mit dem Patienten arbeiten. Das bedeutet eine individuellere Versorgung und schafft Einsparpotentiale im GKV-Bereich. Für die Therapeuten bedeutet es künftig, dass sie im Rahmen der Regelungen ihr Wissen und ihre Fähigkeiten direkter einbringen können und den Versicherten individueller unterstützen und behandeln können. Aus meiner Sicht eine win-win-win-win-Situation für Patient, Arzt, Krankenkasse und Therapeut.

Wie ist die Akzeptanz der neuen Versorgungsform? Bekommen Sie als Berichterstatter Rückmeldungen von TherapeutInnen, deren Verbänden oder den Kostenträgern?

Mein Eindruck ist, dass sich viele Verbände zu Beginn geweigert hatten die Blankoverordnung voranzubringen. Natürlich ist der Direktzugang weiterhin auch für mich ein wichtiges politisches Anliegen an dem ich weiterhin arbeiten werde. Bis es soweit ist dürfen wir uns aber anderen innovativen Versorgungswegen nicht verschließen. Daher ist es gut, dass jetzt endlich alle bereit sind an den Verträgen zur erweiterten Versorgungsverantwortung nach § 125a SGB V mitzuwirken. Von Seiten der Therapeuten bekomme ich viel positiven Zuspruch zu dieser Möglichkeit, viele wollen ihr vorhandenes Wissen und ihre erlernten Fähigkeiten gerne direkter am Patienten einbringen.

Sind Sie mit den aktuellen Prozessen rund um die Einführung der neuen Versorgungsform zufrieden?

 

Wichtig ist, dass sie jetzt endlich zu Stande kommen um dem Innovationsgedanken der erweiterten Versorgungsverantwortung gerecht zu werden. Das ist der nächste Schritt. Parallel arbeite ich bereits am übernächsten Schritt: dem Direktzugang.

Weitere Informationen zum Thema:

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Akademisierung als Grundvoraussetzung für Versorgungsqualität – Interview mit Martina Stöckl (TU München)

Akademisierung als Grundvoraussetzung für Versorgungsqualität – Interview mit Martina Stöckl (TU München)

Frau Martina Stöckl M.Ed. - TU München

Martina Stöckl ist seit 2007 Physiotherapeutin. Sie absolvierte ihr Studium an der TU München (B. Ed., M. Ed.) im Studiengang berufliche Bildung, Fachrichtung Gesundheits- und Pflegewissenschaften mit Sozialkunde.

Seit 2018 promoviert sie an der TU München – Fakultät TUM School of Education. Martina Stöckl forscht auf dem Gebiet „Ausbildung, Akademisierung und Professionalisierung der Physiotherapie in Deutschland“.

“Akademisierung als Grundvoraussetzung für Versorgungsqualität”

Wenn wir die Professionalisierung der Physiotherapie als Weg sehen, wo stehen wir dann in Deutschland?

Eine Professionalisierung in der Physiotherapie hängt von mehreren Faktoren ab. Eine Grundvoraussetzung ist, dass ein Weg durchgängig ist.

Im übertragenen Sinne ist ein durchgängiges Bildungssystem bis hin zur Möglichkeit der Promotion an Universitäten unumgänglich. Wenn wir die Professionalisierung in Deutschland als Weg sehen, stehen wir im Moment vor einer riesigen Umleitung. Das ist ziemlich ungünstig für alle Beteiligten, denn dieser Umweg führt in keinster Weise sicher wieder nach Deutschland oder ins Gesundheitswesen zurück.

Österreich oder die Schweiz wirken hoch attraktiv, gerade für akademisierte oder sehr gut ausgebildete Physiotherapeuten. Es besteht die Gefahr, dass Physiotherapeuten aufgrund dieser fehlenden, durchgängigen Straße – also das Fehlen eines durchgängigen Bildungsweges – erst herumirren und anschließend das Berufsfeld komplett verlassen.

Einige wenige PhysiotherapeutInnen finden tatsächlich eine Möglichkeit an den verschiedensten Universitäten in Deutschland zu promovieren. Das ist aber eher die Ausnahme und in den meisten Fällen über die sogenannten Bezugswissenschaften möglich. Das bedeutet, dass uns andere Wissenschaften einen Platz an einer Universität anbieten, weil wir selbst keinen haben.

Sicher ist, dass diese promovierten Physiotherapeuten mit ihrem “Know-How” hier in Deutschland eine Perspektive brauchen.

Das ist die Voraussetzung um einer gelingenden Professionalisierung mit all ihren neuen Berufsperspektiven überhaupt eine realistische Chance geben zu können.

Welche Hindernisse bestehen aktuell für eine Professionalisierung?

 

Gerade in Deutschland gibt es viele Hindernisse in ganz unterschiedlichen Dimensionen.

  • Gefahr durch Studiengänge ohne anerkannten Abschluß
  • Geringe Aufstiegsmöglichkeiten in der Praxis
  • Schlechte Bezahlung
  • Wenig Berufsautonomie
  • Diffuse berufliche Identität
  • Keine gemeinsame Berufsethik
  • Berufliche Organisation nicht einheitlich
  • Fehlende therapeutische Disziplinargewalt
  • Wissenschaftlich nicht belegbare Fortbildung

Dies sind nur einige, aber wichtige Punkte.

Ich lade Sie zu einem Gedankenexperiment ein: Stellen Sie sich vor, wir hätten ein durchlässiges Bildungssystem in der Physiotherapie und einige Physiotherapeuten würden ganz selbstverständlich an Universitäten in Deutschland promovieren. Dann hätten wir Kollegen, die sich nicht nur naturwissenschaftlich sondern auch geisteswissenschaftlich mit der Physiotherapie und ihren vielen Facetten beschäftigen.

Diese WissenschaftlerInnen können dann ihre Erkenntnisse ganz selbstverständlich auf nationaler und internationaler Ebene veröffentlichen. Erstmals kommt es zur Diskussion in der Fachöffentlichkeit von Erkenntnissen und selbstverständlich auch unter anderen Berufsgruppen.

Da dieses Feld des Auftretens in der Physiotherapie in Deutschland komplett fehlt, verlieren sich Diskussionen meist in einer kleinteiligen Betrachtung. Ein Beispiel ist die Einordnung der Therapieberufe ausschließlich als „Handwerk“. Eigentlich ist es aber eine ganz eigene Wissenschaft!

Die Wissenschaft der Physiotherapie ist angesiedelt im Gebiet der Natur- aber auch  Geisteswissenschaften!

Krankenkassen fürchten eine Kostenausweitung, Ärztefunktionäre Kompetenzverlust für die Ärzteschaft. Sind diese Sorgen berechtigt?

 

 

Wenn unsere Kollegen der Ärzteschaft mit der Anzahl der Patienten ausgelastet sind und gleichzeitig noch Physiopraxen „akute“ Patienten innerhalb von 14 Werktagen keinen freien Termin anbieten können, kommen wir gesamtgesellschaftlich in einer sehr ungünstigen Versorgungssituation.

Dann kommen die gleichen Patienten unbehandelt zurück in die mit hoher Wahrscheinlichkeit noch immer überfüllten Arztpraxen. Eine Verschlechterung des allgemeinen Patientenzustandes ist zusätzlich zu erwarten.

Sicher ist, es braucht ein aktuelles Rezept, um die Behandlung beim Physiotherapeuten erneut und erstmals antreten zu können! Wenn es sich hierbei nicht um einen beschriebenen Einzelfall handelt, ist es an der Zeit, solche zukünftigen Tendenzen durch wissenschaftliche Lösungsvorschläge abzufangen!

Selbstverständlich können dann auch genaue Rückschlüsse auf Kosten gezogen werden.

Um auf ihre Frage zurückzukommen:

Ich denke die größte Sorge die Ärztefunktionäre, Ärzteschaft und Krankenkassen haben sollten ist, wenn Wissenschaft in den Therapieberufen weiter stagniert!

In welchem Zusammenhang stehen die Akademisierung und Qualitätssicherung für die Patientenversorgung?

 

 

Die Akademisierung ist die Grundvoraussetzung zum Aufbau einer wissenschaftlichen Basis.

Über die Wissenschaft lassen sich Eckpunkte für eine Sicherung der Versorgungsqualität ermitteln, die letztendlich zu einer hochwertigen Leistung führen. Nur so können PatientInnen, TherapeutInnen und Kostenträger gleichermaßen profitieren. Über die wissenschaftliche Betrachtung können wir herausfinden, welche Aspekte in der Versorgung notwendig sind, um PatientInnen effektiv zu behandeln, TherapeutInnen zu entlasten und nebenbei sogar noch Kosten zu senken.

Nicht selten führen Innovationen langfristig zu einer Kostensenkung! Dabei gilt es wichtige Prozesse im Detail zu analysieren, um Zusammenhänge zu verstehen.

Was muss sich ändern?

 

 

 

Es bedarf eines Verständnisses darüber, dass eine Akademisierung in einem durchgängigen Bildungssystem bis hin zur Möglichkeit der Promotion die Grundlage für Wissenschaft, Forschung und Fortschritt ist.

Dies gilt auch im Bereich der Physiotherapie. Der sogenannte Professionalisierungsprozess darf nicht in der Sackgasse mit einem Bachelorabschlusses und kaum Mehrwert enden.

Es sollte das Ziel einer „professionalisierten Physiotherapie“ angestrebt werden, die“ beste Version ihrer selbst“.

Die Versorgung der Menschen in Deutschland darf nicht länger an mangelnder Wissenschaft in den Therapieberufen leiden.

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Ergebnisoffene Verlängerung akademischer Strukturen bis 2026 – Kommentar von Prof. Dr. Heidi Höppner

Ergebnisoffene Verlängerung akademischer Strukturen bis 2026 – Kommentar von Prof. Dr. Heidi Höppner

Prof. Dr. Heidi Höppner - ASH Berlin

Frau Prof. Dr. Heidi Höppner ist seit 2002 Professorin für Physiotherapie und engagiert sich seitdem für eine zukunftsorientierte Ausbildung und entsprechende hochschulische Rahmenbedingungen.

Seit 2012 ist sie im primärqualitativen Studiengang Physio- Ergotherapie an der Alice Salomon Hochschule Berlin tätig.

Ihr Kommentar zum vorgelegten Referentenentwurf und zur „ergebnisoffenen Verlängerung akademischer Strukturen bis 2026“.

Hintergrund:

Im sogenannten Omnibusgesetzes mit dem Namen „Gesetz zur Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung (Gesundheitsversorgungsentwicklungsgesetz – GVWG)“.  Unter Abschnitt II.26 auf S. 49 heißt es im Wortlaut:

„Die Modellklauseln zur Erprobung von akademischen Ausbildungsangeboten in der Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie werden bis Ende 2026 verlängert. Derzeit sind sie bis Ende 2021 befristet. Die Verlängerung ermöglicht den Ländern, gewachsene Strukturen akademischer Erstausbildungen zunächst fortzuführen.

Die bestehenden Modellstudiengänge können gegebenenfalls ein wichtiger Baustein sein, um reguläre akademische Ausbildungsangebote aufzubauen. Vor diesem Hintergrund ist die Verlängerung der Modellklauseln Voraussetzung für eine ergebnisoffene Entscheidungsfindung, ob und wenn ja in welcher Ausgestaltung die jeweilige Ausbildung in der Ergotherapie, Logopädie und Physiotherapie akademisiert werden soll.“

Primärqualifizierendes Studium auf die lange Bank geschoben

Mich trifft sehr, dass Innovation bewusst ausgebremst wird. Konkret bedauere ich, dass im Falle der weiteren Verlängerung, Hochschulen mit all den seit Jahren Engagierten weiter hingehalten und (potentielle) Studierende verunsichert werden. Denn, der Ausgang ist lt. Entwurf ergebnisoffen. Für mich ist das eine Farce.

Alle Ziele, die mit einem primärqualifizierenden Studium, also einem für die Berufsausübung vorbereitendem Studium, verbunden sind, werden somit auf die lange Bank geschoben und so die Zielerreichung gefährdet. Dabei stehen wir vor großen Aufgaben im System gesundheitlicher Versorgung und die therapeutischen Berufe sind aktuell gefordert. Worum es geht:

 

  • um eine notwendige wissenschaftliche Fundierung beruflicher Praxis und
  • Professionalisierung,
  • um die Einlösung einer gesetzlich geforderten Qualitätssicherung therapeutischer Leistungen,
  • um Kooperation aller Gesundheitsberufe und damit ein Ernstgenommen werden der Therapeut_innen als bedeutende Akteur_innen in der Gesundheitsversorgung sowie
  • um einen internationalen Anschluss an Forschung und Entwicklung seitens deutscher Therapieberufe und schlicht
  • um Attraktivität für den Nachwuchs.

Evaluationsergebnisse machen Mut für die Zukunft

Trotz und mit Corona: besonders trifft mich mit welcher Ignoranz das BMG unsere als positiv belegte Arbeit der letzten zehn Jahre zur Kenntnis nimmt.

Die Hausaufgaben an Hochschulen sind – unter schwierigen Bedingungen – gemacht. Evaluationsergebnisse machen Mut für die Zukunft und zeigen bereits jetzt offene Fragen.

Schon 2012 hat der Wissenschaftsrat sich in seinen Empfehlungen zur hochschulischen Qualifikation für das Gesundheitswesen – auch nach Anhörung von Expert_Innen aus der Versorgung – für die Einrichtung primärqualifizierender Studiengänge ausgesprochen.

Was ist in Deutschland das Problem?

Was jetzt passiert bedeutet einen erheblichen Innovationsstau in der Gesundheitsbildung der Therapieberufe. Mit diesem Vorschlag aus dem BMG wird Neues bewusst ausgebremst.

Die Frage sei gestattet: Was – bitte – ist in Deutschland das Problem? Warum entscheiden sich andere Länder (zuletzt Österreich und die Schweiz vor 15 Jahren) konsequent und geben somit Wege für Anpassungsprozesse der Gesundheitsfachberufe frei?

Verantwortung muss die Politik für das Tun und Lassen (!) übernehmen. Fakt ist: hier werden Chancen nicht ergriffen und Modellversuche vorgeschoben.

Ein konsequentes Ja zur Primärqualifikation an Hochschulen – jetzt!“ Der zitierte Titel meines Artikels ist nicht neu – er stammt bereits aus dem November 2016 – kurz vor der 1. Verlängerung der Modelle! Diese Forderung nach Entfristung der Modellklausel in den Berufsgesetzen gilt es heute deutlich vorzubringen.

09.11.2020

Kommentar von Prof. Dr. Heidi Höppner

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Corona-Krise aus der Perspektive der Heilmittelindustrie

Corona-Krise aus der Perspektive der Heilmittelindustrie

Uwe Kalin - opta data Gruppe

Herausforderungen der Corona-Krise aus der Perspektive der Heilmittel-Industrie – Interview mit Uwe Kalin von der opta data Gruppe

Ein wichtiger Teil der Heilmittelversorgung sind die Unternehmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen die Arbeit der TherapeutInnen unterstützen oder auch durch eigene Innovationen die Versorgung verbessern.
Wie erleben diese Unternehmen die Krise? Wir sprachen mit Uwe Kalin von der opta data Gruppe.

Vita Uwe Kalin:

Uwe Kalin ist studierter Diplom-Sportwissenschaftler und Sporttherapeut. Er arbeitete in der ambulanten und stationären Rehabilitation sowie der erweiterten ambulanten Physiotherapie (EAP). Seit 2016 bekleidet er bei der opta data Gruppe die Position des Business Development Managers im Bereich Heilmittel, wo er für die strategische Ausrichtung und Marktbearbeitung zuständig ist.

Expertise Uwe Kalin:

Uwe Kalin bringt 20 Jahre Erfahrung im Gesundheitswesen mit sich als Diplom-Sportwissenschaftler und Sporttherapeut in verschiedenen ambulanten und stationären Einrichtungen. Zuletzt war er maßgeblich am Aufbau und der Leitung zweier Gesundheitszentren in Nordrhein Westfalen beteiligt.

Wie sieht für Sie das Ideal der zukünftigen Patientenversorgung aus und wie möchten Sie mit Ihrem Unternehmen die Entwicklung mitgestalten?

Wir wünschen uns eine Verzahnung der administrativen Prozesse, die sich dadurch spürbar verbessern würden. Nehmen wir einmal das folgende Beispiel: Der Patient kommt mit seiner digitalen Versorgung oder sogar mit seiner digitalen Patientenakte inklusive der Verordnung in die Praxis. Der Therapeut liest alles direkt ein. Er vermerkt die Behandlungen im Anschluss und gibt sie direkt aus seinem Praxisverwaltungs-System zur Abrechnung frei. opta data reicht am Ende die Daten direkt zur Abrechnung bei den Kassen ein.

Dieses Beispiel zeigt, dass eine Verzahnung die Prozesse in der Praxis und auch bei uns deutlich vereinfachen würde. Ganz zu schweigen von den Papierkosten, die dadurch eingespart werden. Kurz gesagt: Der Weg der Verordnung muss digital werden. Die opta data Gruppe ist darauf vorbereitet. Wir könnten diesen Weg sofort beschreiten.

Sie engagieren sich auch in der Heilmittelversorgung, wieso gerade in diesem Bereich?

 

opta data ist in den Gesundheitsbereichen der Hilfsmittel und Pflege genauso vertreten wie bei den Krankentransporten oder eben auch den Heilmitteln. In all diesen Bereichen müssen die Leistungserbringer mit den Kassen abrechnen. Bei uns in Essen landen täglich über 100.000 Belegsendungen.

Der Heilmittelmarkt ist einer unserer größten Bereiche, weil es dort eine große Zahl an Einrichtungen gibt, für die wir beispielsweise mit unserem Praxisverwaltungs-System TheraPlus einen echten Mehrwert schaffen können. Der Verwaltungsaufwand in einer Heilmittelpraxis ist einfach enorm. Unsere Kunden freuen sich also über die Hilfe bei der täglichen Praxisverwaltung. Auch die Möglichkeit der Vorfinanzierung bei der Verordnungsauszahlung bietet uns eine Möglichkeit, die Praxen mit handfesten Lösungen zu unterstützen.

Der gerade beschlossene Rettungsschirm für Heilmittelerbringer bemisst sich nach den Umsätzen des letzten Quartals 2019. Ist dies aus Ihrer Sicht eine gute Lösung?

Das ist eine gute Frage. Ich finde es erst einmal gut, dass solch ein Rettungsschirm für die Branche initiiert worden ist. Ich glaube, dass es vielen helfen wird, die Umsatzeinbußen wenigstens etwas zu kompensieren. Persönlich denke ich aber, dass der Mittelwert des letzten Quartals 2019 inklusive Januar und Februar 2020 die bessere Lösung gewesen wäre.

Wir haben Kunden, die die Abrechnung für den Dezember, einen der umsatzstärksten Monate, erst im Januar 2020 eingereicht haben. Da ist die Enttäuschung natürlich groß. Wir wissen durch jahrelange Erfahrung, dass die Praxen Ende Dezember den restlichen Stapel mit Verordnungen abarbeiten. Deshalb fahren wir zwischen den Feiertagen auch immer mit voller Besetzung in unserem Abrechnungsbereich.

Wie entwickeln sich die Abrechnungsumsätze im Heilmittelbereich seit Beginn der Corona-Krise?

Im Vergleich zum Vorjahr sind die Belegzahlen der opta data Abrechnungs GmbH in den vergangenen Wochen und Monaten über alle Geschäftsbereiche hinweg – einschließlich dem Heilmittelbereich – um bis zu circa 25 Prozent zurückgegangen. In den letzten Wochen konnten wir jedoch eine Verbesserung in der Entwicklung der Belegzahlen beobachten. Natürlich hat dies jedoch Auswirkungen auf unsere Abrechnungsumsätze.

Unsere anderen Gruppenunternehmen sind – wie die opta data Abrechnungs GmbH – ebenfalls von der Corona-Krise betroffen. Dies muss man jedoch differenzierter betrachten. Die Firmen der opta data Gruppe bedienen schließlich ganz unterschiedliche Kunden und sind deshalb mit ganz unterschiedlichen Herausforderungen konfrontiert. Nichtsdestotrotz haben viele unserer Unternehmen ebenfalls gesunkene Belegzahlen zu verzeichnen. Insgesamt zeigt der Belegrückgang im Vergleich zum Vorjahr daher, dass sehr viele unserer Kunden – teilweise massiv – von der Krise betroffen sind.

Wie erleben Sie mit Ihrem Unternehmen die aktuelle Corona-Krise?

Natürlich stellt die Corona-Krise eine große Herausforderung für unser Unternehmen dar. Ganz klar ist jeder Einzelne davon betroffen.

Schon direkt zu Beginn der Corona-Krise wurden Vorsorgemaßnahmen und Verhaltensregeln an unseren Standorten eingeführt, was gut angenommen wurde und gut funktioniert. Natürlich gab es – gerade in der Anfangszeit, als es zum großen Lockdown kam – Verunsicherung in der Kollegschaft. Unsere Geschäftsführer waren aber jederzeit für uns ansprechbar, haben Fragen beantwortet und regelmäßig transparente Informationen geliefert.

Wir alle wissen nicht, wie sich das Jahr weiter entwickeln wird und ob es eventuell nochmal zu einem zweiten großen Corona-Ausbruch kommt. Wir setzen daher als Familienunternehmen weiterhin auf den Zusammenhalt.

Wie können Sie diese Krise meistern, welche Hilfen sind nötig?

 

Unsere Geschäftsführer haben sich zu Beginn der Corona-Krise Ziele gesetzt: das Unternehmen bestmöglich durch die Krise zu bringen und dabei möglichst keine Arbeitsplätze zu verlieren. Deshalb waren die Unternehmensbereiche, in denen die Belege zurückgingen – und in denen somit auch weniger Arbeitsaufkommen bestand – von April bis Juni 2020 in Kurzarbeit.

Wir haben da als Familienunternehmen alle am selben Strang gezogen, denn nur gemeinsam konnten wir die von der Geschäftsführung gesetzten Ziele erreichen. Seit Juli arbeiten wir wieder im „Normalbetrieb“ – trotzdem halten die Geschäftsführer die Corona-Entwicklung weiterhin im Blick.

Sie und wir als Unternehmen sehen die Krise vor allem auch als Chance, da der Stellenwert der Digitalisierung durch die aktuelle Situation noch einmal bestätigt wird. Auch für unsere Kunden gewinnen Online-Prozesse und kontaktlose Abwicklungen zunehmend an Bedeutung. Wir bieten ihnen beispielsweise Online-Seminare zu unterschiedlichen Themen an und versorgen sie mit News über unser Online Kundencenter oder unsere Website.

Frankfurt am Main – 27.07.2020

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Digitalisierungsstrategie in der Heilmittelversorgung – Kommentar

Digitalisierungsstrategie in der Heilmittelversorgung – Kommentar

Ein Kommentar von GF Volker Brünger

Spätestens mit dem Inkrafttreten des Digitale-Versorgung-Gesetzes (DVG) ist klar, dass die Patientenversorgung in Zukunft immer mehr digitale Komponenten besitzen wird.

Mit der TAL gGmbH haben wir bereits viele Problemfelder in der Heilmittelversorgung herausgearbeitet. Seien es Themen wie alters- und alternsgerechte Arbeitsbedingungen, Fachkräftemangel, interdisziplinäre Versorgung, alternative Zugangsformen, Herausforderungen der regionalen Versorgung, basisdemokratische Partizipation in der Berufspolitik oder ganz aktuell die besonderen Herausforderungen der Versorgung unter dem Einfluss der Corona-Pandemie: immer waren digitale Anwendungen ein wichtiger Teil der Lösungsansätze.

Barrieren abbauen – Vertrauen aufbauen

Gleichzeitig bestehen noch viele Barrieren für die Umsetzung einer erfolgreichen Digitalisierung in der Heilmittelversorgung. Die Diskussionen drehen sich vielfach um die Punkte, die nicht digital umgesetzt werden können. Kleinere Berufsgruppen geraten häufig aus dem Blick. So wird im DVG nur die Physiotherapie aus dem Bereich der Heilmittelversorgung genannt, der Bereich der logopädischen Versorgung hat jetzt in der Pandemie jedoch eindrucksvoll gezeigt, dass dort digitale Versorgungsangebote längst großflächig Teil der Therapie sein können.

Es muss den Entscheidern klar werden, dass ein mengenorientierter Verordnungskatalog wie der Heilmittelkatalog keine Antwort und keine Grundlage für eine moderne und qualitätsbezogene Heilmittelversorgung darstellt. Diese Versorgungssystematik steht als Rahmenkonstrukt einer besseren digitalen Versorgung entgegen.

“Wir bezahlen Qualität”

Digitale Versorgung ist immer auch Teil einer sehr individuellen Versorgung, deren Nutzen man speziell im Heilmittelbereich nicht unterschätzen darf. Ein solches Versorgungsmodell lässt sich jedoch nicht in einen Verhandlungsrahmen zwingen, der geprägt ist von der Angst vor Mengenausweitungen. Wenn von Seiten der Kostenträger der Satz „Wir bezahlen Qualität.“ ernst gemeint ist, so fehlt es dort objektiv bisher an Expertise für eine moderne Heilmittelversorgung.

Es versteht sich von selbst, dass in der Heilmittelversorgung ein großer Teil der Leistungen auch in Zukunft persönlich erbracht werden, digitale Anwendungen können hier jedoch helfen effektiver zu arbeiten, den Bürokratieaufwand reduzieren, Versorgungsforschung ermöglichen und auch den Therapieerfolg nachhaltig verbessern. Die Vorteile der Digitalisierung liegen auf der Hand.

Umfassende Digitalisierungsstrategie nötig!

Für eine Versorgung, die die Chancen der Digitalisierung effektiv nutzt, braucht es jetzt Akzeptanz, eine offene und auch öffentliche Debatte und eine umfassende Digitalisierungsstrategie. Dabei müssen alle Akteure mit einbezogen werden, zu denen selbstverständlich auch Patienten und Entwickler von digitalen Anwendungen gehören. Das Ziel muss sein, denjenigen, die digitale Versorgung bereits anbieten können, dies auch zu ermöglichen und klare Versorgungsziele zu definieren und Anreize zu schaffen.

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